{"id":405,"date":"2019-08-07T12:24:45","date_gmt":"2019-08-07T12:24:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ju-ufr.de\/?p=405"},"modified":"2019-08-07T12:25:15","modified_gmt":"2019-08-07T12:25:15","slug":"wandel-zukunft-und-provokation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ju.felgadron.de\/?p=405","title":{"rendered":"Wandel, Zukunft und Provokation"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"645\" src=\"https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Zukunft-Wandel-Provokation.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-406\" srcset=\"https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Zukunft-Wandel-Provokation.jpg 1000w, https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Zukunft-Wandel-Provokation-300x194.jpg 300w, https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Zukunft-Wandel-Provokation-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Kitzingen (dn) <\/strong>Br\u00fccken\nverbinden. Und sie schirmen, wenn etwa ein Gewitter aufzieht. So geschehen beim\n2. Kitzinger Philosophenschoppen. Daniel Nagl hatte, letztmalig f\u00fcr die\nPaneuropa Jugend, zum Diskurs eingeladen. Da sich die zweite Ausgabe explizit\nmit dem Verh\u00e4ltnis von Jugend, Parteien und Politik befasste, folgten junge\nVertreter verschiedener Parteien, mehrere Sch\u00fclersprecher und auch ein\nVertreter von Fridays for Future (FfF) sowie als lokale Mandatstr\u00e4ger Umweltpolitikerin\nBarbara Becker (Landtag) und B\u00fcrgermeister Stefan G\u00fcntner der Einladung.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Nagl gefragt, was die Aufgabe der\nJugend in Gesellschaft und Politik sei, war sich Ingo Heide (19, FfF W\u00fcrzburg)\nsicher: \u201eeinen Wandel einleiten!\u201c \u201eUnd selbst Zukunft mitgestalten\u201c erg\u00e4nzte\ndie ehemalige Sch\u00fclersprecherin der Realschule Kitzingen Maxime Haag (17) aus\nMarktsteft. F\u00fcr Christina Henke (26), stv. Vorsitzende der Jungen Union Unterfranken\naus Aschaffenburg, gilt es dabei auch \u201eprovokant zu sein und au\u00dferhalb\nbestehender Spuren zu denken.\u201c Wie schnell sich diese \u00e4ndern erkl\u00e4rte Konrad\nK\u00f6rner (26), Vorsitzender der JU in Mittelfranken aus Herzogenaurach: selbst\nzwischen ihm und seinem 19 j\u00e4hrigen Bruder h\u00e4tten sich die Kommunikationswege\nbereits verschoben; \u201eda m\u00fcssen alle Parteien echt aufpassen, nachhaltig nicht\nden Anschluss zu verlieren\u201c. Gleichzeitig freue es ihn, dass heute bei Abiturreden\nauch davon gesprochen wird, dass die Jugend einen Anspruch habe, Gesellschaft\nzu ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Noelle Lamers (17) Sch\u00fclersprecherin am Gymnasium Marktbreit,\nbekr\u00e4ftigte dies. \u201eWir haben alle eine Meinung. Viele sprechen ihre politische\nMeinung nur nicht aus bzw. engagieren sich nicht, weil sie Angst haben, etwas\nFalsches zu sagen\u201c, antwortete sie auf Nagls Frage, ob es frei nach Rezo nur\neine richtige Meinung gebe. F\u00fcr einen lebendigen politischen Prozess und ein\ngewisses Verst\u00e4ndnis unter den Sch\u00fclern warb auch Julia Bretz (30) die stv.\nVorsitzende der FDP in Unterfranken. Sie erkl\u00e4rte, dass der Diskurs in einer\nGesellschaft, in der absolute Meinungen immer st\u00e4rker w\u00fcrden, aufrechterhalten\nwerden m\u00fcsse. \u201eDenn Politik meint immer das Ringen um Kompromisse\u201c \u2013 und dies\ndauere inklusive Gesetzgebungsverfahren nun einmal. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie schwierig es wird diesen Diskurs,\nwie beim Philosophenschoppen geschehen, zu verteidigten zeigten der Hinweis des\nPEJ-Unterfrankenvorsitzenden Pascal H\u00e4usinger auf kommunikative Filterblasen und\ndie zuspitzende Frage der bisherigen Sch\u00fclersprecherin der M\u00e4dchenrealschule Volkach\nC\u00e9lina Michelle Ehrler (17) hierzu: \u201eWie viele Menschen setzen sich denn\nwirklich mit Politik auseinander und suchen nicht nur in den sozialen Medien\nnach Best\u00e4tigung?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>JU-Kreisvorsitzende Sabrina Stemplowski\n(33) unterstrich, dass die partei\u00fcbergreifende Herausforderung darum nicht in\nQuotendiskussionen liege, sondern \u201ein der Ansprache der jungen, noch\ngrunds\u00e4tzlich und ungefiltert interessierten Menschen\u201c. Auch B\u00fcrgermeister\nStefan G\u00fcntner (38) zeigte sich nicht als Fan einer Jugendquote wurde aber mit\nBlick auf die Stadt- und Gemeinder\u00e4te der Region sehr deutlich: \u201eEs bringt\nnichts, wenn in einem Stadtrat \u00fcber 30 Jahre lang mehr oder weniger die gleichen\nLeute sitzen.\u201c G\u00fcntner appelliert daher an die Jugend, nicht nur auf die Stra\u00dfe\nzu gehen, sondern sich langfristig in einer Partei einzubringen, um Wandel und\nZukunft mitzugestalten. Dass dies oft entspannter m\u00f6glich ist als viele denken,\nunterstrich abschlie\u00dfend Landtagsabgeordnete Barbara Becker. Aktuell denke ihre\nPartei vieles neu, so die CSU-Kreisvorsitzende: \u201eaber alle Parteien m\u00fcssen den\nLeuten auch klarmachen, dass die Zug\u00e4nge total easy sind und man sich nicht\nlebenslang bindet\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Bindung endete mit dem\nPhilosophenschoppen auch f\u00fcr den Organisatoren Daniel Nagl. Nach seiner Wahl\nzum Bezirksvorsitzenden der Jungen Union Ende Juli gibt der Kitzinger das Amt als\nRegionalvorsitzender der \u00fcberparteilichen Paneuropa Jugend in Franken auf.\nDiese wird fortan in Unterfranken von Pascal H\u00e4usinger (W\u00dc) und in\nMittelfranken von Frederik Str\u00f6hlein (AN) gef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kitzingen (dn) Br\u00fccken verbinden. Und sie schirmen, wenn etwa ein Gewitter aufzieht. So geschehen beim 2. Kitzinger Philosophenschoppen. Daniel Nagl hatte, letztmalig f\u00fcr die Paneuropa Jugend, zum Diskurs eingeladen. 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