{"id":801,"date":"2020-11-13T13:05:34","date_gmt":"2020-11-13T13:05:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ju-ufr.de\/?p=801"},"modified":"2020-11-13T13:05:35","modified_gmt":"2020-11-13T13:05:35","slug":"oepnv-effektive-verbesserung-statt-wunschtraeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ju.felgadron.de\/?p=801","title":{"rendered":"\u00d6PNV: Effektive Verbesserung statt Wunschtr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"645\" src=\"https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bahnhof.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-803\" srcset=\"https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bahnhof.jpg 1000w, https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bahnhof-300x194.jpg 300w, https:\/\/ju.felgadron.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bahnhof-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>KT\/SW (dn)<\/strong> Dass es die Aufgabe von parlamentarischer Opposition und Interessengruppen ist, Erfolge der Regierungsparteien zu verschweigen, immer mehr zu fordern und Sachfragen einseitig zu beleuchten, wissen Sabrina Stemplowski und Daniel Nagl. Die CSU-Nachwuchspolitiker aus Kitzingen betreiben seit Jahren ehrenamtlich Politik. \u201eEin so krasses Framing wie bei der Steigerwaldbahn habe ich aber in 15 Jahren noch nicht erlebt\u201c, kommentiert JU-Bezirksvorsitzender Nagl mit Blick auf die Medienarbeit von B90\/GR\u00dcNE und des VCD. \u201eDa werden nicht nur Fakten einseitig dargestellt, unbequeme Wahrheiten geleugnet und sogar versucht, Politik theologisch zu legitimieren \u2013 ein Vorgehen, von dem man sich in Bayern mit der Konfessionsschule vor 60 Jahren verabschiedet hat und das wir eher von Trump kennen. Wie mit dem Thema im kommenden Jahr der dritte Wahlkampf garniert werden soll, ist schon faszinierend\u201c, so der Politikwissenschaftler.<\/p>\n\n\n\n<p>CSU-Stadtr\u00e4tin Stemplowski st\u00f6\u00dft auf, \u201edass den Menschen in der Region verkauft wird, eine Reaktivierung der Steigerwaldbahn w\u00fcrde zu einer regelm\u00e4\u00dfigeren und attraktiveren Anbindung an wichtige Schienen-verbindungen f\u00fchren. Es wird immer noch so getan, als f\u00fchre die Strecke vom Kitzinger Bahnhof bis Schweinfurt. Dass seit 75 Jahren keine Br\u00fccke mehr existiert und die Strecke bis Gro\u00dflangheim entwidmet, auf rund f\u00fcnf Kilometern abgebaut und in Etwashausen durch den Stadtrat bereits \u00fcberplant wird, wird von den Bahnaktivisten und in den Pressemeldungen meist verschwiegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die fast ausnahmslos ablehnende Haltung der Kommunen entlang der Strecke komme in den Darstellungen der Gr\u00fcnen und des VCDs nicht vor. \u201eWir wollen niemandem das Tr\u00e4umen verbieten. Aber gegen den Willen der Menschen vor Ort ein Projekt auf die Schiene zu stellen, dessen Vorteile mit Blick auf Fahrgastkilometerprognosen in keinem Verh\u00e4ltnis zu den Kosten, den Belastungen der Anwohner und ggf. sogar einer Verschlechterung des \u00d6PNVs f\u00fcr Kommunen jenseits der Trasse stehen, ist dann doch eher ein kommunalpolitischer Alptraum, der hier spaltend in die Region getragen wird\u201c, so Nagl. Kreisvorsitzende Stemplowski betont jedoch, dass es der Jungen Union um eine Verbesserung der Mobilit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum geht: \u201eDie Idee des 365-Euro-Tickets f\u00fcr Sch\u00fcler und Azubis und der 50:50-Taxis zum Feiern am Wochenende kommen von der JU!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der Landesversammlung der JU Bayern dieses Wochenende bringt der CSU-Nachwuchs aus Unterfranken drei \u201eBahnantr\u00e4ge\u201c ein. \u201eEs geht zum einen darum, nicht-reaktivierte Schieneninfrastruktur zu st\u00e4rken. Als Beispiel nennen Stemplowski\/Nagl den Ausbau der Strecke W\u00fcrzburg-N\u00fcrnberg; zusammen mit einer barrierefreien Ert\u00fcchtigung m\u00f6glichst vieler Bahnh\u00f6fe entlang der Strecke. \u201eDass sich bislang nicht einmal die Kreisstadt Kitzingen auf der Ausbauliste des Verkehrsministeriums befunden hat, wollten wir so nicht stehen lassen und haben eine ausf\u00fchrliche Argumentation an verschiedene Mandatstr\u00e4ger und Verkehrspolitiker gegeben. Es scheint als k\u00f6nne CSU-Landtagsabgeordnete Barbara Becker und der Vorsitzende des Arbeitskreises Verkehr in der CSU-Landtagsfraktion J\u00fcrgen Baumg\u00e4rtner hier im Ministerium etwas bewegen\u201c, freut sich Nagl.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Situation an vielen verwaisenden Bahnhofsgeb\u00e4uden \u00e4rgert die JU. \u201eBevor man sich \u00fcberlegt, romantisch Strecken durch\u2019s Land zu legen, gegen die Reaktivierungskriterien sprechen, sollte erst einmal der Bestand in einen Zustand versetzt werden, der \u00d6PNV attraktiv macht. Vergammelnde Bahnhofsareale inklusive diverser Barrieren f\u00fcr Senioren oder Eltern mit Kinderwagen sind hier alles andere als f\u00f6rderlich\u201c, so Stemplowski. Becker, Baumg\u00e4rtner und CSU-Oberb\u00fcrgermeister Stefan G\u00fcntner f\u00fchrten hierzu im Herbst in Kitzingen Gespr\u00e4che mit Investoren, die den Bahnhof von der Bahn AG erworben hatten. Eine L\u00f6sung scheint m\u00f6glich. Da Kitzingen jedoch kein Einzelfall ist, fordert die JU Unterfranken eine \u201egesetzgeberische oder in Vereinbarung mit der DB verbindlich zu treffende Regelung, das Bahnimmobilien und \u2013fl\u00e4chen immer vorrangig den Kommunen zum Kauf angeboten werden\u201c. Au\u00dferdem soll \u201edort, wo die Kommune vom Vorkaufsrecht keinen Gebrauch macht, da ein glaubw\u00fcrdiges Konzept privater Dritter vorliegt, standartm\u00e4\u00dfig ein Passus in die Kaufvertr\u00e4ge aufgenommen werden, nach dem Erwerbsrechte zum Wert beim Zeitpunkt des Kaufes durch den Investoren zugunsten der Kommune bestehen, wenn der Investor die Immobilie bzw. Fl\u00e4che nicht gem\u00e4\u00df Zusage binnen f\u00fcnf Jahren entwickelt\u201c. \u201eDas h\u00f6rt sich jetzt etwas trockener an, wie \u201ewir wollen die Steigerwaldbahn zur\u00fcck\u201c, st\u00e4rkt den \u00d6PNV in Bayern aber wirklich\u201c, so Stemplowski.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die, staatlich an einen Abrissunternehmer verkaufte, durchg\u00e4ngige Strecke der Steigerwaldbahn hat die Junge Union ebenfalls bereits im Herbst 2019 bei der Podiumsdiskussion in Grettstadt einen Vorschlag unterbreitet, der durch CSU-Bezirksvorsitzenden StS Gerhard Eck aufgegriffen wurde. \u201eWir haben in der Region hochinnovative Unternehmen, die am Puls der Digitalisierung Mobilit\u00e4tskonzepte f\u00fcr die Zukunft entwickeln; darunter auch autonomes und sensorgest\u00fctztes Fahren. Entgegen der Darstellung des VCD ist eine eingeebnete und asphaltierte Trasse der Steigerwaldbahn durchg\u00e4ngig breit genug, um auf ihr ein Pilotprojekt f\u00fcr schnelle, teilweise autonom, teilweise sensorgest\u00fctzt fahrende Busse und einen auch Radschnellweg f\u00fcr den Tourismus und CO2-reduziertes Radpendeln in die St\u00e4dte Schweinfurt, Gerolzhofen und Kitzingen zu verwirklichen\u201c, betont Nagl.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>KT\/SW (dn) Dass es die Aufgabe von parlamentarischer Opposition und Interessengruppen ist, Erfolge der Regierungsparteien zu verschweigen, immer mehr zu fordern und Sachfragen einseitig zu beleuchten, wissen Sabrina Stemplowski und Daniel Nagl. 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