
Kitzingen/Alzenau (juufr) Die Junge Union, der Nachwuchs der CSU, ist mit über 1.700 Mitgliedern die mit Abstand größte jugendpolitische Organisation Unterfrankens. Am Wochenende trafen sich die Delegierten der 12 Kreisverbände in Alzenau, um einen neuen Bezirksvorstand zu wählen – und sorgten für eine Überraschung. Mit 30:26 Stimmen bei 3 Enthaltungen löste der 30-jährige Kitzinger Daniel Nagl den seit 2017 amtierenden JU-Bezirksvorsitzenden Fabian Weber aus Ebern an der Verbandsspitze ab. Nagl organisierte in den letzten Jahren unter anderem die „Kitzinger Europaseminare“. In seiner Bewerberrede stellte der Politikwissenschaftler heraus, dass er die JU „als Spielertrainer“ führen wolle, „der sich persönlich reinhaut und die Bälle verteilt, damit jeder, der mitarbeiten will, Tore schießen kann“. Die größte Herausforderung der JU sei es, als jugendpolitische Kraft durch inhaltliche Arbeit und „raus auf den Platz gehen“ wieder mehr Gehör und Glaubwürdigkeit in der Partei und unter den jungen Menschen zu gewinnen.
Michael Kohl aus dem Kreis Aschaffenburg-Land und Isabell Rott aus den Hassbergen wurden durch die Delegierten als stellvertretende Bezirksvorsitzende bestätigt. Neu im engeren Vorstand sind als stellvertretende Vorsitzende Christina Henke (Aschaffenburg-Stadt) und der Vorsitzende der JU Schweinfurt-Land Thomas Siepak, Andrea Pietzarka (Mainspessart/Würzburg Land) als Schatzmeisterin sowie Rena Schimmer (Würzburg-Stadt) und Marius Kretschmer (Miltenberg) als Schriftführer. Damit ist der engere Bezirksvorstand der Jungen Union Unterfranken ohne Quote zu 50 Prozent weiblich besetzt.