
SW (dn) „Krisensituationen und Tragödien sind Anlass, Regelungen und Abläufe kritisch aber unaufgeregt zu hinterfragen. Sie eignen sich nicht dazu, gegen einzelne Gruppen zu hetzen“, betonte die Spitzenkandidatin der JU Bayern zur Bundestagswahl Stefanie Hümpfner (HAS) am Rande des Parteitags der CSU Unterfranken in Sömmersdorf. „Der Anschlag in Würzburg war eine solche Situation, die auch Polizei und Rettungskräften viel abverlangt hat“, ergänzte die junge Stadträtin Anna Hajek aus Aschaffenburg, die sich selbst ehrenamtlich im Katastrophenschutz engagiert. Beide lobten ebenso wie Jasmin Roth (MIL) das couragierte Eingreifen der Passanten. Jedoch fragte sich die Junge Union bei ihrer letzten Bezirksvorstandssitzung Ende Juni, wie es gelingen könne, Gefahrenareale bei Anschlags- oder Amoklagen noch effektiver zu kommunizieren.
Beim Parteitag der CSU-Unterfranken übergaben die JU-Kandidatinnen einen Antrag hierzu an Innenstaatssekretär und CSU-Bezirksvorsitzenden Gerhard Eck. Die JU regt an, Terror- und Amok- und Anschlagslagen über Verkehrsfunk inklusive digitalem „Hinz Triller“-Signal auszusenden. „Falschfahrermeldungen werden auch mit digitalem Signal und entsprechendem Text fürs Radiodisplay gesendet, um Verkehrsteilnehmer zu warnen. Das sollten wir auf Gefahrenlagen wie Amokläufe und Anschläge erweitern,“ erklärte Hümpfner bei der Übergabe. „Damit würden Verkehrsteilnehmer davon abgehalten, in Gefahrenbereiche zu fahren. Sie selbst, aber auch anfahrende Polizei und Retter, wären also besser geschützt“, erläuterte der Antragsautor und JU-Bezirksvorsitzende Daniel Nagl (KT).
Staatssekretär Eck zeigte sich überrascht, dass eine solche Warnung noch nicht erfolge, sagte rasche hausinterne Prüfung zu und betonte, dass in diesem, auf Verbesserung nicht Spaltung zielenden Ansatz, der Unterschied zu manch anderer politischen Gruppierung deutlich werde.